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22. Oktober 2017    
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Das Gesundheitswesen und die Sparmaßnahmen

Medikamente – Der Preis ist heiß! In der Preispolitik muss eine Lösung für die Pillen-Dreher gefunden werden, die Gesundheitskosten steigen und steigen! Das Gesundheitswesen und die Sparmaßnahmen werden in einem Atemzug genannt aber die gesetzlich Versicherten zahlen immer höhere Beiträge.



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Patienten fürchten schon länger eine mindere Qualität der Behandlung und die Priorisierung - eine Art Rangordnung von medizinischen Leistungen, gewinnt immer mehr an Beachtung. Da fragt man sich schon lange, ob wir finanziell gemolken und gleichzeitig auch schlechter ärztlich versorgt werden.

Der Tagesspiegel berichtete schon am 10.03.2010 darüber!
Medikamente werden immer teurer. Dagegen will Gesundheitsminister Rösler vorgehen. Wie ist sein Plan?
Zitat aus dem Artikel: „Philipp Rösler steht schwer unter Druck. Ein halbes Jahr lang hat sich der FDP- Mann dem Propagieren seines umstrittenen Kopfpauschalen-Konzepts gewidmet – und sich kaum um die überbordenden Ausgaben im Gesundheitssystem geschert. Kein Sparkonzept, kein einziger Versuch, den Selbstbedienern im System auch nur ein wenig auf die Füße zu treten. Das ärgerte sogar die Kanzlerin.“ Quelle: Tagesspiegel.de – Rainer Woratschka
Und nun? Was ist seit 2010 passiert? NICHTS!

Seit vielen Jahren bemühen sich nun die verschiedenen Bundesregierungen, die steigenden Gesundheitskosten mit verschiedensten Maßnahmen in den Griff zu bekommen. Es wurden Zwangsrabatte oder Preisobergrenzen eingeführt und Wirtschaftlichkeitsberechnungen aufgelegt. ABER: Wem hat das Ganze genutzt?
Der demografische Wandel und die bessere medizinische Versorgung der Menschen treiben die Kosten über alle Bereiche des Gesundheitswesens in die Höhe - auch bei den Arzneimitteln.

Wenn man sich die äußerst komplizierte und verwirrende Preisgestaltung eines Medikamentes anschaut (Herstellungskosten, Zusatzabgaben, Patienten-Zuzahlungen, Rabatte, staatliche Abgaben, Vermarktung), braucht man sich nicht zu wundern, dass sich der Anstieg der Arzneimittelausgaben trotz der Spargesetze ungebremst fortsetzt.
Die Pharma-Industrie schröpft das deutsche Gesundheitssystem dem neuen Arzneimittel-Report zufolge mit stark überhöhten Medikamenten-Preisen. Die Präparate seien in Deutschland 50 bis 100 Prozent teurer als in den Nachbarländern, kritisierten die Herausgeber des Arzneimittel-Reports.



Forschung und Entwicklung hätten ihren Preis, erklärt Rolf Fricker, Pharmaexperte der Unternehmensberatung Booz and Company. Zwischen 600 und 800 Mio. $ koste es, eine neue Arznei zur Marktreife zu bringen - die vielen nötigen Fehlversuche inklusive.
Von 500 Kandidaten schaffe es nur ein einziges Mittel auf den Markt, sagt Fricker.

• Weitere Quellen:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Wie-die-Medikamenten-Mafia-Aerzte-besticht,krebsmafia100.html

• Weitere Infos über Themen im Gesundheitswesen:
www.sabinebeuke.de/
www.jutta-schuetz-autorin.de/

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